Der serbische Präsident wandert durch die Hügel und Täler, um alle zu besuchen. auf dem Weg, diesen Sommer jedermanns Stimme zu hörenMan könnte meinen, er hätte es selbst erfunden, aber die Wissenschaft scheint dieses Verhalten bereits zu kennen.
Ivan Milenković sprach mit der Psychologin Ana Mirković, die in der neuen Ausgabe von „Vremena“ (ab Donnerstag, dem 27. August, im Handel) erklärt, dass die Bewegungen Aleksandar Vučić im Vorwahlkampf „ein Paradebeispiel für sogenannte parasoziale Manipulation und kalkulierte populistische Nachahmung“.
Vučićs Botschaft: Ich bin einer von euch
„Macht in einem autoritären Regime schafft eine enorme Distanz zwischen Herrscher und Bürgern, und diese Distanz nährt Entfremdung und die Gefahr einer Volksrebellion. Um diese Kluft zu überbrücken, inszeniert er in den Medien eine Szene, in der er sagt: ‚Ich bin einer von euch, ich teile euer Schicksal‘“, erklärt Mirković gegenüber „Vreme“.
Das Hauptziel, sagt er, sei klar. Es bestehe darin, „den psychologischen Identifikationsmechanismus in der Wählerschaft zu aktivieren“.
„Der Durchschnittsbürger sieht keinen verantwortungsvollen Politiker, sondern sich selbst im Spiegel. Ziel ist es, dass die Menschen den Herrscher als ‚Mann des Volkes‘, als einen von ihnen, wahrnehmen, was das kritische Potenzial zur Analyse des Herrschers verringert“, fügt der Psychologe hinzu.

Zeit1860Titelseite der neuen Ausgabe von "Vremena"
Ein Showdown mit dem eigenen Volk
Diese Kampagne Vučićs ist dadurch gekennzeichnet, dass er mit seinem eigenen Volk „abrechnet“. Selbst die Welt außerhalb der Medien bemerkt, dass die Essener auf ihrem Gelände arrogant und schamlos auftreten, daher muss der Anführer nun gegensteuern.
„Das ist eine direkte Anwendung des uralten autoritären Schemas vom guten Kaiser und den korrupten Wesiren“, sagt Ana Mirković. „Die Psyche des Durchschnittswählers kann die Erkenntnis kaum ertragen, dass das gesamte System, in dem er lebt, korrupt und verrottet ist. Deshalb bietet das System ein psychologisches Ventil – die Schuld wird auf lokale Machthaber, Direktoren und Minister projiziert, während der Herrscher eine unberührte, fast sakrale Figur bleibt.“
Dass er in der Kaserne auf einem Soldatenbett schläft, ist eine Art asketische Handlung. Dies sendet eine Botschaft der Aufopferung – er leidet für das Wohl des Volkes, während seine Kollaborateure reich werden.
Lesen Sie den gesamten Artikel in der neuen Ausgabe von „Vremen“, die ab diesem Donnerstag (20. August) im Zeitschriftenhandel erhältlich ist. Oder es ist Jetzt abonnieren Die digitale Ausgabe von „Vremena“ ist dreitausend Dinar günstiger! Das Angebot gilt nur bis Ende August.