Bau einer "Garage" an der Basis Bibliotheken „könnte für das serbische schriftliche Erbe dieselben Folgen haben wie der deutsche Bombenangriff auf die erstklassige serbische nationale Kultureinrichtung am 6. April 1941, bei dem ihr Gebäude zusammen mit fast dem gesamten darin aufbewahrten Kulturerbe zerstört wurde“, warnten die gestern im Plenum der Nationalbibliothek Serbiens Versammelten.
Das Plenum „Der Tag danach – Das Leiden der NBS: Nazi-Bombenangriffe 1941 und Untergrabung der Investoren im Jahr 2025“ fand zum Gedenken an den 6. April 1941 vor dem Gebäude der Nationalbibliothek auf dem Svetosava-Plateau statt.
Man kam zu dem Schluss, dass die Nationalbibliothek Serbiens, genau wie sie bei den Bombenangriffen der Nazis zerstört wurde, nun durch den Städtebau durch Investoren zerstört wird – durch den Bau einer dreistöckigen Tiefgarage in der Skerlićeva-Straße.
„Warum eine dreistöckige Garage und nicht die dringend notwendige Erweiterung des Depots?“, fragen die NBS-Mitarbeiter und weisen darauf hin, dass das Depot noch nicht vorrangig die erforderlichen Genehmigungen erhalten habe, die Garage jedoch schon.
„Warum ist die NBS nicht Teil des geschützten Kulturerbes des gesamten Vračar-Plateaus, sondern Teil der Regulierung der Skerlićeva-Straße? Wir fordern einen sofortigen Stopp der Arbeiten an der Garage. Die NBS ist keine Parkzone, sondern ein Ort des Wissens und der Erinnerung“, sagten Vertreter des NBS-Plenums.
Die Nationalbibliothek verfügt über mehr als fünf Millionen Materialien, wertvolle mittelalterliche Manuskripte, alte und seltene Bücher, Kopien aller Zeitungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wertvolle Nachlässe …
Die Forderung des NBS-Plenums besteht darin, den Bau der Garage in der Skerlićeva-Straße unverzüglich zu stoppen, da dieser das Gebäude und die Depots der ältesten Kulturinstitution Serbiens bedroht.
Die gleiche Anfrage wurde im Februar erstmals an die Behörden gerichtet.