Unabhängiger Journalistenverband Serbiens (NUNS) verurteilte den Angriff auf das Eigentum von Tijana Stanić, einer Journalistin der Wochenzeitung „Vreme“, als „alarmierend“, die über die Kommunalwahlen in Nach Kosjerić.
In der Nacht zum 8. Juni hatte ihr Auto zwei Reifenpannen und zerbrochene Spiegel.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem ein Journalistenteam verdächtige Aktivitäten auf dem Hof einer örtlichen Firma dokumentiert hatte, wo es zu Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess gekommen war.
Trotz der offensichtlichen Zielsetzung des Journalisten reagierten die Polizeibeamten nicht, sondern kommentierten den Fall mit den Worten: „Was tun?“ Offenbar handelt es sich um einen organisierten Versuch, Journalisten einzuschüchtern und davon abzuhalten, professionell über politische Ereignisse und Wahlereignisse von öffentlichem Interesse zu berichten. Dieser Druck stellt einen direkten Angriff auf die Pressefreiheit und die öffentliche Information dar, vermittelt aber auch die Botschaft, dass Journalisten angesichts erhöhter sozialer Spannungen sich selbst überlassen sind“, heißt es in der Erklärung der NUNS.
Es wurde betont, dass der Angriff auf das Eigentum der Journalistin Tijana Stanić eine Fortsetzung der Praxis der Behinderung und Einschüchterung von Journalisten durch Polizisten und Unbekannte sei, die die Medienfreiheit und die Sicherheit von Journalisten ernsthaft bedrohe.
Der Unabhängige Verband Serbischer Journalisten bewertete ein solches Verhalten als „inakzeptabel“ und forderte, die Verantwortlichen zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen.
„Wir fordern alle staatlichen Behörden auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die reibungslose und sichere Arbeit von Journalisten zu gewährleisten, insbesondere bei Wahlen und politisch sensiblen Ereignissen. Angriffe auf Journalisten und ihr Eigentum sind Angriffe auf die Informationsfreiheit aller Bürger. Jeder Einschüchterungsversuch muss mit einer klaren und entschiedenen Reaktion der Institutionen beantwortet werden“, so NUNS.