Das Feuer, das außer Kontrolle geriet, erfasste die mit Kiefern bewachsenen Waldgebiete, für die Thassos berühmt ist, sowie Olivenhaine und Bienenfarmen und löste Panik unter Touristen und Einheimischen aus, schreibt die griechische Tageszeitung. "Ekathymerini".
Obwohl Wohngebiete derzeit nicht direkt bedroht sind, wurde ein Hotel im Stadtteil Pahi vorsorglich evakuiert, während eine Strandbar am Strand von Glikadi vollständig niederbrannte.
Viele Touristen, darunter auch viele Serben im Urlaub, gerieten in Panik und machten sich auf den Weg zum Hafen von Limenas, um die Insel zu verlassen. Die erste Fähre nach Keramoti legte im Morgengrauen voll besetzt ab, während die Straße von Pahis nach Limenas wegen Staus gesperrt war. Autofahrern wird empfohlen, alternative Routen über Limenaria, Potos, Potamia und Panagia zu nutzen, um Limenas zu erreichen.
„Wenn Sie auf Thassos sind, teilen Sie uns die Situation vor Ort mit. Einheimische sagen, dass das Feuer irgendwo in der Nähe des Glikadi-Hotels ausgebrochen ist“, sagten die Administratoren der Facebook-Gruppe „Greece Info“ und appellierten an Touristen, Informationen weiterzugeben.
Sie fügten hinzu, dass einige Orte auf der Insel ohne Strom waren und Feuerwehrleute aus Kavala zur Hilfe kamen, weil Löschflugzeuge nachts nicht fliegen können.
Reaktion der Behörden und Feuerwehr
Der Bürgermeister von Thassos, Lefteris Kyriakides, kündigte auf Facebook an, die Situation zu beruhigen und koordinierte Maßnahmen zu ergreifen, berichtet Kavala Nachrichten.
„Bitte hören Sie auf, Panik zu verbreiten. Sie schüren Panik unter Einwohnern und Besuchern, ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. Ganz Thassos steht vereint an der Frontlinie des Kampfes. Ruhiges und koordiniertes Handeln ist erforderlich“, schrieb Kyriakides.
Das erste Löschflugzeug traf um 5:50 Uhr auf Thassos ein, mit verstärkten Feuerwehr- und Polizeikräften sowie Freiwilligen, die zwischen 2 und 4 Uhr morgens in Limenas von Bord gingen.
Die Feuerwehrleute arbeiten noch immer daran, das Feuer einzudämmen, doch Dürre und Wind erschweren ihre Bemühungen.
Quelle: Nova.rs