Ein Mann, bei dem es sich laut spanischen Medienberichten, die sich auf erste Erkenntnisse der Ermittlungen beziehen, um einen serbischen Staatsbürger handelt, wurde am Sonntagabend (7. Juni) im Barcelonaer Stadtteil Zona Franca getötet.
Der Angreifer näherte sich ihm von hinten und feuerte mehrere Schüsse ab, woraufhin er flüchtete. Die katalanische Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet und fahndet nach dem Täter.
Die Schießerei ereignete sich gegen 21:00 Uhr im Innenhof des Wohnblocks. Laut Zeugenaussagen näherte sich ein schwarz gekleideter Mann dem Opfer von hinten und schoss. Nach mehreren Schüssen brach der Mann schwer verletzt zusammen.
Umstehende leisteten Erste Hilfe, bis Polizei und Rettungswagen eintrafen. Polizei und Rettungskräfte trafen schnell ein, doch trotz Wiederbelebungsversuchen verstarb das Opfer noch am Tatort.
Frühere Mordfälle an Serben in Katalonien
Sollte sich bestätigen, dass es sich bei dem Opfer des jüngsten Mordes in Barcelonas Zona Franca um einen serbischen Staatsbürger handelt, wäre dies mindestens der dritte Fall im letzten Jahr, in dem serbische Staatsbürger oder Personen mit Verbindungen zu kriminellen Gruppen vom Balkan Ziel von Angriffen in Barcelona geworden sind.
Der serbische Staatsbürger Krsto Vujić wurde im April dieses Jahres auf der Terrasse eines Cafés im Stadtteil Poblenou schwer verletzt, als er sich mit seiner Frau und seinem Kind dort aufhielt. Der Angreifer näherte sich ihm und schoss ihm von hinten in den Kopf. Wenige Tage später erlag er seinen Verletzungen. Spanische und regionale Medien brachten ihn mit dem Skaljar-Clan in Verbindung.
Im Juli des vergangenen Jahres wurde Filip Knežević im Zentrum der Stadt getötet. Spanische Ermittler identifizierten ihn als Mitglied des Kavac-Clans; er stand im Verdacht, im Jahr 2020 auf Korfu einen Doppelmord begangen zu haben.
Predrag Vujošević, ein Serbe montenegrinischer Herkunft, wurde im August 2025 bei einer Schießerei in Barcelona verletzt. Die katalanische Polizei untersuchte, ob der Anschlag mit dem Krieg zwischen den Clans der Skaljar und Kavak in Verbindung stand. Er überlebte den Anschlag.
Der Angreifer entkam.
Der Angreifer konnte nach der Schießerei fliehen. Augenzeugen beschrieben ihn als großen, kräftigen Mann. Die Polizei sperrte ein größeres Gebiet ab und leitete eine Fahndung ein. Bislang wurde jedoch nicht bekannt gegeben, ob der Verdächtige gefasst wurde.
Laut dem spanischen Portal ElCaso deuten erste operative Daten darauf hin, dass es sich bei dem Ermordeten um einen serbischen Staatsbürger handelte. Seine Identität ist jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Aus diesem Grund geben die zuständigen Behörden keine weiteren Informationen zum Opfer oder zum möglichen Motiv des Angriffs bekannt.
Das Verbrechen löste bei den Bewohnern der Zona Franca weitere Besorgnis aus, da es sich fast am selben Ort ereignete, an dem vor wenigen Wochen ebenfalls ein Mann getötet worden war. Die Ermittler sehen jedoch derzeit keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Fällen und behandeln sie als separate Ermittlungen. Im vorherigen Fall wurde ein Spanier getötet.
Der fünfte Mord in Katalonien seit Jahresbeginn
Dies ist der fünfte tödliche Schusswaffenangriff in Katalonien seit Jahresbeginn mit einem ähnlichen Muster. Keiner der vorherigen Fälle ist bisher aufgeklärt, und die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Kataloniens geführt. Die Ermittler prüfen alle Umstände, die auf mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen hindeuten könnten, doch bisher wurden keine konkreten Hinweise bekannt gegeben, die einen solchen Verdacht bestätigen würden.
Quelle: ElCaso
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